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„Der Herr der Ohrringe“ kann allgemein als Parodie des nicht verkennbaren Originalwerks verstanden werden. Die keineswegs abwertend gemeinte Slapstick-Version des
legendären 1.200-Seiten-Epos handelt in atemberaubendem Erzähltempo auf 113 Seiten den gesamten Ohrringkrieg ab. Kennern des Originals werden die zahlreichen raffinierten Analogien, ins Humoreske verzerrt, ins Auge fallen.
„Unwissende“ dürfte in jedem Fall der Schreibstil amüsieren. Düster-Erhabenes trifft auf krude Umgangsprache.
In „Der Herr der Ohrringe“ entdeckt Zaubermeister Ganzhalb der Graue, dass der Eine Ohrring, Träger unglaublich finsterer Macht, wieder aufgetaucht ist. Vor Jahrhunderten ging er dem Dunklen Herrscher Saurum verloren. Das Kleinod ist nun im Besitz von Frohdoof dem Döskopp.
Um die Mittelmäßige Welt vor immerwährender Dunkelheit zu bewahren, muss der Ohrring in den Tiefen des Schicksalsteiches versenkt werden. Unterstützt von Marathorn dem Dauerläufer und Allround dem Halb-Albernen übersteht die Gemeinschaft des Ohrrings sowohl Attacken durch die Knorks als auch Versuchungen durch die schöne Gard Ariel. So gelingt es ihnen, bis tief ins Schattenreich von Murderor vorzudringen...
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